Ärzteinformation
Als Fachärzte für Strahlentherapie bieten wir Ihnen und Ihren Patienten eine heimatnahe Behandlung mit modernster Ausstattung auf höchstem Niveau an.
Unsere Ziele sind heimatnahe Patientenversorgung, fachärztliche Mitbetreuung, interdisziplinäres Handeln, kollegiale Unterstützung, kurze Wege, persönliche Kontakte und zeitnahe, schonende Behandlung.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.
„World Radiotherapy Awareness Day“: Strahlentherapie als wichtige Säule der Krebstherapie allen zugänglich machen
Am Sonntag ist „World Radiotherapy Awareness Day“. Mit diesem weltweiten Aktionstag soll auf die entscheidende Rolle der Strahlentherapie in der Krebstherapie hingewiesen werden sowie auf die Tatsache, dass es in vielen Ländern eine gravierende radioonkologische Unterversorgung gibt. So könnten mit einer verbesserten Versorgung pro Jahr etwa eine Million Menschenleben gerettet werden. Bei uns in Deutschland sind die Versorgungsstrukturen zwar sehr gut ausgebaut, dennoch werden nicht immer alle Patientinnen und Patienten, für die eine Strahlentherapie eine gleichwertige Therapiealternative darstellt, ausreichend über diese Behandlungsoption informiert.
Fortgeschrittenes, hormonsensitives Prostatakarzinom: Verkürzte Hormonentzugstherapie zusätzlich zur Strahlentherapie?
Eine italienische Phase-2-Studie zeigte bei Patienten mit regionalem und nicht-regionalem Lymphknotenbefall oder mit Knochenmetastasen, dass die Hinzunahme einer kurzen, lediglich sechsmonatigen Hormonentzugstherapie zur Strahlentherapie das klinische progressionsfreie Überleben signifikant verbesserte. Im Median verdoppelte sie im Vergleich zur alleinigen Bestrahlung die Zeit bis zur Progression. Ob jedoch auch ein Überlebensvorteil erzielt werden kann, konnte die Studie nicht beantworten.
Osimertinib konsolidiert den Erfolg der Radiochemotherapie bei nicht-resezierbarem NSCLC im Stadium IIIA-C
Bei fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC), die nicht zu operieren sind, stellt die Radiochemotherapie den Therapiestandard dar. Sie kann in dieser Situation sogar noch zu einer Heilung führen, allerdings kommt es bei der Mehrheit der Behandelten oft bereits nach wenigen Monaten zur Progression. Wie die LAURA-Studie [1] zeigte, verlängerte die adjuvante Gabe von Osimertinib bei diesen Tumoren, wenn sie auch eine EGFR-Mutation aufweisen, die progressionsfreie Zeit signifikant um fast das Siebenfache. Nach Ansicht der DEGRO sollte daher in dieser Situation die Radiochemotherapie mit anschließender Osimertinib-Gabe neuer Therapiestandard werden.
Für Brustkrebspatientinnen über 70 Jahre könnte womöglich die Strahlentherapie als Anschlusstherapie vorteilhafter sein
Eine aktuelle Studie vergleicht derzeit die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Anschlusstherapien (Antihormon-Therapie vs. Strahlentherapie) nach der Operation bei Brustkrebspatientinnen über 70 Jahren mit nicht metastasierten Luminal A-Tumoren. Aktuell wurden die Verträglichkeitsdaten [1] publiziert, denen zufolge die Strahlentherapie der endokrinen Therapie überlegen ist. Das ist für Expertinnen und Experten nicht weiter überraschend, weil die moderne Strahlentherapie kaum noch zu Nebenwirkungen führt. Allgemein ist dies allerdings wenig bekannt, noch immer wird sie mit Therapieerfolgen in Zusammenhang gebracht, die längst der Vergangenheit angehören.
Brustkrebs: Wenn eine Bestrahlung erfolgt, kann auf die operative Ausräumung der Achsellymphknoten verzichtet werden
Eine neue Studie liefert Evidenz, dass das Weglassen einer axillären Lymphknoten-Dissektion bei Frauen mit T1-, T2- und sogar T3-Mammakarzinom trotz 1–2 Sentinel-Lymphknoten-Makrometastasen der Dissektion gleichwertig ist, wenn leitlinienentsprechend eine adjuvante systemische Behandlung und Strahlentherapie erfolgen. Die Strahlentherapie führt zu deutlich weniger Folgekomplikationen als eine Axilla-Dissektion.
Therapiealternative beim Rektumkarzinom: Die Strahlentherapie kann den Organerhalt ermöglichen
Die multimodale Behandlung des Rektumkarzinoms unterliegt seit mehr als zwei Jahrzehnten einer stetigen Ausdifferenzierung in Diagnostik und Therapie mit unterschiedlichen Therapiezielen sowie Risiken und Nebenwirkungen. Prinzipiell stehen unterschiedliche Kombinationen der Chirurgie, der Radio- und der Chemotherapie zur Verfügung. Die neoadjuvante Radiochemotherapie und ein anschließendes „Wait and Watch“-Vorgehen können neueren Daten zufolge in manchen Fällen eine Operation obsolet machen und den Organerhalt auch langfristig ermöglichen.